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Binnendüne Quitzöbel- kleine Sandwüste voller Leben

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Erleben sie die größte Binnendüne an der brandenburgischen Elbe mit ihrer kargen Vegetation und weiten Sandflächen als besonderen Kontrast zu den grünen Wiesen und Wäldern des Elbetals.

 

Wie kommen Dünen in die Prignitz?

Die gibt es doch nur am Meer? Die Antwort auf diese Frage reicht mehrere tausend Jahre zurück: Am Ende der letzten Eiszeit, als die Eismassen langsam schmolzen, konnte der Wind den offen liegenden Sandboden fortwehen und lagerten ihn an geschützten Stellen wieder ab. Die bis zu 30 m hohen Dünen wanderten langsam, vom Wind ständig bewegt, bis die allmählich aufkommenden Pflanzen dies nicht mehr zuließen.

 

Die Quitzöbler Düne ist die größte ihrer Art in der Prignitz. Erst bei Klein Schmölen (in der Nähe von Dömitz in Mecklenburg- Vorpommern) findet man einen noch höhere Düne.

 

Der Sandlaufkäfer wird wegen seiner Furcht erregenden Kiefer auch Tigerkäfer genannt. Mit unglaublicher Schnelligkeit rennt er über den Boden und überwältigt auch viel größere Beutetiere wie Schmetterlingsraupen. Nur selten fliegt er auf und landet dann mit einer charakteristischen Kehrtwendung; um den Störenfried zu beobachten.

 

Ein Miniaturungetüm der Düne ist der Ameisenlöwe. An geschützten Stellen , z. B. unter niedrigen Kiefernzweigen, findet man seinen Trichter im Sand. Gerät ein kleines Insekt, z.B. Ameise, in den Trichter, so rutscht es auf dem losen Sand unweigerlich nach unten.  Hier lauert der Löwe im Sand verborgen und packt die Beute mit seinen Kieferzangen. Der Ameisenlöwe ist die Larve der Ameisenjungfer. Dieses zarte Insekt lebt nur wenige Tage und erinnert an eine kleine Libelle.

 

Solche Extremstandorte sind das Reich von Spezialisten, die mit allerlei Anpassungen den widrigen Bedingungen trotzen. Nur in Senken, wo sich Wasser und Feinboden sammeln, können Kiefern gedeihen. Ihr bizarrer, oft kümmerlicher Wuchs erzählt vom harten Lebenskampf.

Der fast nur aus Sand aufgebaute Boden enthält kaum Nährstoffe und kann Wasser nicht lange festhalten. Wenn er längere Zeit nicht regnet, herrscht daher extreme Trockenheit. Gleichzeitig kann sich die Bodenoberfläche bei Sonneneinstrahlung auf bis zu 60° C aufheizen.

 

Flechten und Zwitterwesen: sie bestehen aus einem Pilz und einer Alge! Die Pilzfäden bauen den Körper der Flechte auf, das Chlorophyll der Algen sorgt für die Ernährung und verursacht die grüne Färbung. Flechten sind Überlebenskünstler. Bei Trockienheit können sie lange ausharren und wachsen erst wieder, wenn ihnen ein wenig Feuchtigkeit zur Verfügung steht.

 

Natur mit allen Sinnen erleben:

Hören Sie den wehmütigen Gesang der Heidelerche und das Zirpen der Heuschrecken!

Entdecken Sie Spuren im Sand- wer könnte der Verursacher gewesen sein?

 

Die Pflanzenwelt der Düne ist zwear sehr gut angepasst, wächst unter den harten Bedingungewn aber nur sehr langsam. Daher ist sie sehr empfindlich gegenüber Schädigungen durch Betreten und Befahren. Dies gilt vor allem für die Flechte3n. Auf der Quitzöbler Düne sehen Sie Reifenspuren, die auch nach vielen Jahren noch deutluch erkennbar sind.

 

Das Silbergras ist die Königin unter den Unscheinbaren: Es wird bis zu 20 cm groß! Mit seinen en rötlichblauen Horsten prägt es das Erscheinungsbild der Düne. Die kleinen, drahtigen Blätter dicht sind nach innen eingerollt und verringern so die Verdunstung des kostbaren Wassers. 

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